Was Ihr über unsere Koi wissen solltet…

Auf Grund einer langen und guten Geschäftsbeziehung zu den Brüdern Ogata, importieren wir unsere Koi ausschließlich von der Ogata Koi Farm im Süden Japans. Als erfahrener Züchter, setzt Ogata auserlesene Elterntiere zur Zucht ein, der Schwerpunkt bei den Varietäten, kann „variieren“ :-). So gibt es Import-Jahre mit reichlich „Go-Sanke„, dann wiederum Ogon oder Doitsu… Diese Vielfalt findet Ihr dann wiederum in unseren Verkaufs-Becken. Ab einer bestimmten Größe werden die Koi selektiert und in sogenannten „Mudponds“ / Naturteichen gehalten. Hier wachsen und gedeihen die Tiere unter besten klimatischen und futtertechnischen Bedingungen.

Meistens im Herbst findet dann das traditionelle „Ikeage“ / Abfischen statt. Die Teiche werden abgelassen und die Prachtkarpfen „geborgen“ um sie in den Koi-Hallen der Ogata Koi Farm unter zu bringen. Jetzt kann selektiert werden. Hierfür werden die Koi wieder in kleinere Behältnisse umgefangen und von Hand, ggf. mit kleinen Keschern sortiert.

Die selektierten Koi werden dann mehrere Tage in separaten Becken gehältert und auf „Diät“ gehalten, bis sie für den Versand verpackt werden. In doppelten Plastiktüten, mit 1 Teil Wasser und 2 Teilen Sauerstoff und einer stabilen Kartonage werden die Koi für den Versand vorbereitet. Bis diese nach ca. 48 Std. Transportzeit inkl. Flug in Frankfurt eintreffen. Oftmals wird das Einsetzen der Koi zu einer „Nacht und Nebel“ Aktion, 🙂

Worauf es beim Einsetzen ankommt? Da die Koi Ammonium ausstoßen, ist das Wasser in den Fischtüten nach der Transportzeit stark belastet. Auch pH Wert, GH oder KH weisen deutliche Unterschiede zu den Wasserparametern in unseren Anlagen auf. Die Transporttüten werden in Koiwannen geöffnet und es wird peu á peu Wasser aus unseren Anlagen zugeführt. Das verbessert schlagartig den Sauerstoffgehalt im Wasser, verdünnt das Ammonium und gleicht die übrigen Werte ebenfalls nach und nach aus. Je nach Intensität kann der Eingewöhnungsprozess eine ganze Weile dauern. Der Neuimport wird nun über mehrere Wochen in einem separierten Wasserkreislauf gehältert, um den Gesundheitszustand der Tiere sicher beurteilen zu können. Dies geschieht zum einen durch Abstriche der Schleimhäute und durch eine Probe-Entnahme des Kiemengewebes. Diese Probe wird an ein spezialisiertes Labor, in welchem eine Untersuchung auf KHV durchgeführt wird, übersandt. Erst wenn diese Test überstanden sind, dann wird der Neuimport zum Verkauf frei gegeben. Wer seinen Koi bei uns in der Nebensaison reserviert, kann ihn kostenlos bei uns bis zum Frühjahr überwintern. Fragen? Ein Anruf genügt!

Unsere Koi-Anlage…

Unsere Koi Verkaufsanlage besteht aus zwei getrennten Gewächshäusern mit insgesamt 800.000 Litern Wasser, in welcher wir rund 4.000 Koi halten. In unseren großen Showbecken tummeln sich hauptsächlich große Tiere bis zu 80 cm Größe, während in der neuen Anlage kleinere Tiere in vielen Varietäten und Qualitäten untergebracht sind. Die Tiere sind hier das ganze Jahr über untergebracht und können jederzeit besichtigt werden. Im Rahmen unserer Öffnungszeiten versteht sich… 😉 Die Temperaturen sind hier je nach Jahreszeit geringfügig höher, als im Koi-Teich. Das macht die Überwinterung natürlich etwas leichter. Beheizt werden nach Bedarf nur einzelne Wasserkreisläufe. Solltet ihr euch für den Kauf eines Koi im Herbst oder Winter entschließen, überwintern wir diesen natürlich kostenlos in unseren Anlagen. Die meisten Tiere werden bereits im April von ihren neuen Besitzern abgeholt.

Nun ein kleines Video unserer Anlagen, hierbei ein herzliches Dankeschön an „koiroli“ für diesen tollen Beitrag!

 

Tosai, Tategoi, Nisai und Co.

Tosai: Als Tosai bezeichnet man ein einjähriges Tier. Die Größe, als auch die Farbgebung sind sehr individuell. Bereits Tiere mit 12cm Größe werden als einjährige Koi importiert,

Jumbo Tosai: Hierbei handelt es sich wieder um ein einjähriges Tier, allerdings mit hohem Wachstumseigenschaften. So kann ein Jumbo Tosai schon mal 25cm lang sein.

Tategoi: Dies sind einjährige Koi mit enormen Entwicklungs- und Wachstumspotential. Hierbei kommt es nicht etwa auf die Varietät an, wohl aber auf die bei der Zucht verwendeten Elterntiere und die Kreuzung verschiedener Blutlinien. Die Tategoi sind bei internationalen Koiausstellungen sehr beliebt, da sich die Entwicklung der Tiere bereits im ersten Jahr ziemlich genau bestimmen lässt. Hohe Auszeichnungen sind daher keine Seltenheit!

Nisai: Hierbei spricht man von einem zweijährigen Koi.

Sansai: Diese Bezeichnung steht für einen drei Jahre alten Koi.

Yonsai: Ist ein vierjähriges Tier.

Gosai: Ein fünf Jahre alter Koi.

Rukusai: Ist ein sechsjähriges Tier.

Wie wird ein Koi bewertet?

Nicht etwa nur auf das Alter und die Größe kommt es an. Vielmehr geht es um das ganzheitliche Erscheinungsbild einer jeweiligen Varietät!

  • Wie ist die Farbgebung des Tiers?
    • Die Farbverteilung, die Klarheit der Farben, die Beschaffenheit von Farbübergängen.
    • Wie weiß ist das weiß?! Und wie schwarz das schwarz usw…
  • Wie ist das Schuppenbild?
    • Wirken die Anordnung der Schuppen gleichmäßig groß?
    • Sind die Schuppen gleichmäßig angeordnet?

    Wie ist die Körperform?

    • Wirkt sie harmonisch im Vergleich zum Kopf und den Flossen?
    • Ist der Koi schmal und lang oder füllig? Stimmen die Proportionen?
  • Wie ist die Form der Brustflossen?
  • Wie ist die Form der Schwanzflosse und des Schwanzstiels?

Einen Koi fachmännisch bewerten zu können, bedarft einiger Jahre Erfahrung und fundiertes Grundwissen zu den verschiedenen Varietäten. Mit den Jahren entwickelt man ein Auge für die Qualität eines Koi…